Jonathan Anderson: Mode ist neutral

Bild von Jonathan Anderson

DE Fashion – Designs sind laut Jonathan Anderson neutral: Es spielt keine Rolle, ob Männer oder Frauen sie tragen.

Der Brite gründete sein Label J.W. Anderson im Jahr 2008. Zunächst kreierte er nur Herrenmode und zwei Jahre später brachte er auch Damenkollektionen heraus. In einem Interview mit der US-‚Vogue‘ sprach der Designer über Gleichberechtigung in der Mode und seine Meinung über das Konzept, dass Designs sowohl für Frauen als auch Männer entworfen werden.

„Unisex ist ein veraltetes Konzept. Jetzt geht es mehr um die Kleidungsstücke um der Kleidungsstücke selbst willen. T-Shirts, Jeans, Düffelmäntel, Biker-Jacken – alles hat die gleiche Bedeutung, egal ob es ein Mann oder eine Frau trägt. Das ist eine neutrale Zone“, berichtete er. „Männer und Frauen zur gleichen Zeit auf den Laufsteg zu schicken, ist wahrscheinlich eine Reaktion auf die eng aneinander gereihten Saisons. Es ist einfacher, Herrenmode und die Pre-Kollektionen zur gleichen Zeit zu zeigen, weil der Produktionszeitplan für beide Kollektionen ähnlich ist.“

Anderson ist nicht der einzige Designer mit dieser Meinung: Jenna Lyons, die Kreativchefin von J.Crew, ist bekannt für ihren androgynen Look und ihr Label hatte früher eine Unisex-Abteilung. Auch wenn diese vor 15 Jahren schloss, ist Jenna der Meinung, dass es an der Zeit für ihr Comeback ist. Dazu trug auch ein Fan-Brief bei:

„Wir kehren zu einem symbolischen Raum zurück. Wir kombinierten unsere männlichen und weiblichen Models in dieser Saison auf dem Laufsteg, weil viele der Looks miteinander verbunden sind. Letztens bekam ich einen Brief von einem neunjährigen Mädchen. Sie schrieb, dass sie bei uns einkaufen war, aber als jungenhaftes Mädchen mochte sie die glitzernden Looks nicht. Sie fragte, ob wir nicht etwas machen könnten, dass nicht entweder für Jungs oder Mädchen wäre, sondern für beide“, berichtete Jenna Lyons und befürwortete damit das gleiche neutrale Konzept von Mode wie Jonathan Anderson.

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